
In diesem Jahr zeigten Eplan und Rittal auf der Messe, wie Unternehmen den steigenden Anforderungen der Energiewende mit digitalen Werkzeugen, standardisierten Systemen und durchgängigen Prozessen begegnen können. Im Zentrum steht die Frage: Wie lassen sich Planungs-, Dokumentations- und Umsetzungsprozesse nachhaltig beschleunigen, ohne an Qualität oder Betriebssicherheit einzubüßen? Und: Wie lässt sich die digitale Transformation beschleunigen?

Netzausbau beschleunigt per digitalem Anlagenzwilling
Eplan präsentierte Konzepte für die digitale Entwicklung von Anlagen im Stromnetz, in der Energiespeicherung, der Energieerzeugung und in Ladeinfrastrukturen. Mit digitalen Zwillingen und bereits vorgedachten Engineering-Templates können Netzbetreiber und Energieunternehmen Projekte schneller realisieren – von der Planung über die Dokumentation bis hin zur Inbetriebnahme. Dabei wurde auch gezeigt, wie bestehende Dokumentationen in Eplan-Projekte überführt werden können: Speziell entwickelte Data-Migration-Workshops sowie das neue Training Eplan Energy Design Essential unterstützen Unternehmen beim schnellen Umstieg.
Stromverteilung besser und schneller gedacht
Rittal ergänzt das digitale Engineering durch standardisierte Hardwarelösungen für Schaltanlagen, Energieverteilung und Klimatisierung. Besonders im Fokus steht die Sammelschienen-Plattform RiLineX, deren Click & Work-Konzept laut einer Fraunhofer-Studie die Montagezeit um bis zu 75 Prozent reduziert. Ein wichtiger Faktor angesichts steigender Ausbaubedürfnisse im Energienetz. Zudem zeigte Rittal robuste Gehäuselösungen, die speziell auf die Anforderungen in Umspannwerken zugeschnitten sind und auch unter extremen Bedingungen zuverlässigen Betrieb gewährleisten.
Neue Methoden für Energie aus Abwasser
Auch das Thema Energieeffizienz in kommunalen Anlagen rückt Eplan in den Mittelpunkt: Anhand einer modularen Demonstrations-Kläranlage wurde gezeigt, wie Abwasserbehandlungsprozesse digital geplant und energetisch optimiert werden können – von der Prozessführung über die Schlammbehandlung bis zur Gasverwertung. Die Anlage diente als Beispiel für ein integriertes Energiesystem, das skalierbar, standardisiert und zukunftssicher aufgebaut ist.











