Reicht es denn in diesem Change-Prozess die Chancen zu benennen, um den Vorbehalten zu begegnen?
Marie-Sophie Maier: Nein, natürlich nicht. Aber wenn wir unseren Prozess skizzieren, ergeben sich viele logische Antworten auf einzelne Fragen. Unsere Kunden behalten bei der Cloud-Anwendung die Hoheit über ihre Daten, profitierten aber unmittelbar von der gesteigerten Produktivität. Auch der Maschinenbediener profitiert unmittelbar von der Automatisierung. Sein Arbeitsplatz ist nicht mehr an der Maschine. Wir versetzen ihn in die Lage, von jedem beliebigen Ort über jedes Device gleich mehrere Maschinen zu steuern. Das empfinden viele Menschen als eine echte Befreiung. Die Qualität der Arbeit steigert sich erheblich und gleichzeitig wird sie einfacher und bequemer. Die Menschen werden sich ja nicht in Roboter verwandeln. Vielmehr befreien wir die Menschen durch die intelligente Robotic Process Automation von Routinetätigkeiten und Schichtarbeit.
Wie steht es mit der KI?
Dirk Wember: Die Angst vor der künstlichen Intelligenz wird immer wieder angeheizt, denn ihre Einsatzmöglichkeiten sind für viele noch eine Blackbox. Wir erproben bereits, wo wir die KI gewinnbringend einsetzen können – und an einigen Stellen funktioniert das prächtig. So z.B. im Bereich Predictive Maintenance für eine bedarfsgerechte Wartung. KI ist für mich das faszinierendste Werkzeug, das wir Menschen je erfunden haben. Natürlich müssen sowohl rechtliche als auch gesellschaftliche Korridore für diese Technologie geschaffen werden. Aber unser Job ist es, die KI sinnvoll in unsere zukünftige Arbeitswelt zu integrieren. Automation for the People – denn der Mensch ist für uns immer der Ausgangspunkt unserer Entwicklungen und auch das Ziel.











