
Enercity Netz ist erfolgreich in die Pilotphase des digitalen Zwillings ihres Niederspannungsnetzes gestartet und hat somit einen wichtigen Meilenstein im Rahmen der digitalen Transformation erreicht. Mit dem neuen System erhält das Unternehmen erstmals ein umfassendes, aktuelles und detailliertes Abbild des Niederspannungsnetzes in Echtzeit und legt damit die Grundlage für eine noch höhere Versorgungssicherheit in Hannover. Der digitale Zwilling eröffnet somit neue Anwendungsmöglichkeiten, die von der automatisierten Netzsteuerung über intelligente Lastverteilung bis hin zu schnelleren Störungsbehebungen reichen.
„Mit dem digitalen Zwilling sorgen wir für datengestützte Transparenz – das ist der Schlüssel für ein modernes, flexibles und zukunftsfähiges Stromnetz“, sagt Christiane Fraiss, Geschäftsführerin der Enercity Netz. Während Strom in der Vergangenheit einseitig vom Kraftwerk zu den Verbraucher:innen floss, hat sich das inzwischen grundlegend verändert. Endverbraucher werden mit Photovoltaikanlagen und Elektrofahrzeugen zu sogenannten Prosumern und speisen Energie ins Netz zurück. Gleichzeitig steigt der Strombedarf aufgrund der Zunahme an elektrifizierten Anwendungen im Gebäude- und Mobilitätssektor. Lastflüsse werden somit dynamischer und komplexer, sodass eine klassische Netzsteuerung den modernen Anforderungen nicht mehr gerecht wird.
„Der digitale Zwilling wird hier zum Game Changer. Während wir das Mittelspannungsnetz bereits heute über unsere Leitwarte überwachen, haben wir mit dem digitalen Zwilling die Struktur aufgebaut, um auch unser Niederspannungsnetz digital abzubilden. Künftig werden wir Vorgänge im Netz bis zum Hausanschluss verfolgen können – das ist eine echte Errungenschaft auf dem Weg zur effizienten und zeitgemäßen Netzführung“, erklärt Fraiss.











