Igus setzt dabei komplett auf Transparenz und zeigt die prognostizierte Lebensdauer genauso an, wie die Auslastung in Prozent, die Lieferzeit und den Preis. Bei Interesse kann man das Komplettpaket dann unter einer Artikelnummer bestellen.
Niermann führt weiter aus: „Wer sich unsicher ist, ob ein System mit Spindel oder mit Zahnriemenachse besser geeignet ist, kann sich die verschiedenen Systeme mit den gleichen Spezifikationen auslegen lassen. Dann wird schnell deutlich, welches System wie viel leisten kann, wie groß es ist und was es kostet. Spielentscheidende Kriterien dabei sind in erster Linie der Verfahrweg, die Last, die Positioniergenauigkeit sowie die Geschwindigkeit.“
Saubere Sache
„Einfach die individuellen Anforderung eingeben und das Tool durchsucht das gesamte Portfolio. Im Gegensatz zu anderen Anbietern muss man sich nicht gleich für ein Antriebskonzept entscheiden. Viel Komfort bieten außerdem die Filter- und Sortiermöglichkeiten, z.B. selbsthemmend oder nach Preis bzw. Lebensdauer“, ergänzt Hornung. Für motorische Spindelantriebe können Anwender darüber hinaus einbaufertige Linearmodule nutzen. Durch die direkte Spindellagerung im Motor, der direkt an das neue Linearmodul angeschlossen ist und somit keinen Motorflansch oder Kupplung benötigt, lassen sich je nach Ausführung bis zu 35% Bauraum mit den Antriebselementen sparen. Mittlerweile gibt es für die Linearantriebe fast ein Dutzend Steuerungen aus der Drylin-E-Familie, die Igus speziell auf die jeweilige Anforderung, wie für Schritt-, BLDC- oder DC-Motoren, zugeschnitten hat.
Dementsprechend lassen sich mit dem Konfigurationstool die unterschiedlichsten Linearantriebe auslegen; selbst gemäß FDA- und EU-Richtlinien zugelassene Ausführungen für die Lebensmittelindustrie. Die sind bis auf die Gleitlager sowie die Führung komplett aus Edelstahl und lassen sich mit säurehaltigen Mitteln reinigen sowie Dampfstrahlen. Optional sind sie auch für Lebensmittelbereiche geeignet. Zur Motek präsentierte Igus u.a. die Designstudie für das erste spülbare Linearmodel aus lebensmittelkonformem Hochleistungskunststoff mit Spindel, das eine effiziente Reinigung ohne Umhausung ermöglicht.
Klein, aber fein
Ein aktueller Trend im Maschinenbau ist die Miniaturisierung. Da die Bauräume immer kleiner werden, müssen auch die Linearachsen schrumpfen. Diesem Trend kommt Igus u.a. mit den Drylin-Miniaturführungen entgegen, die es mit Spindel- und Linearantrieb gibt. Ein Miniatur-Linearmodul passt sogar in ein Brillenetui. Es kann zusammen mit weiteren Infos rund um die Antriebstechnik von Igus kostenlos als Muster angefordert werden.
Solch eine Mini-Ausführung kommt beispielsweise bei der Positionierung des Kaffeeauslaufes an Kaffeevollautomaten zum Einsatz. Dass sich schmierfreie Linearachsen vor allem für die Gastronomie eignen, bestätigt Niermann: „Ob Zapfanlage, Pizza- oder Burgerautomaten, in diesem Bereich ist der Trend zur Automatisierung auch aufgrund des Fachkräftemangels ungebrochen. Zudem wird vor allem in der Systemgastronomie viel Wert auf eine möglichst berührungslose Zubereitung gelegt. Gerade für Anwendungen, bei denen es nicht auf höchste Geschwindigkeit sowie Präzision sondern auf ausfallsicheren, zuverlässigen Betrieb ankommt, sind unsere geräuscharmen und schmierlosen Linearachsen prädestiniert. Eine schnelle Positionierung auf den Mikrometer-genau wäre hier überdimensioniert und viel zu teuer.“
Wie wichtig das Thema Nachhaltigkeit in der Konstruktion inzwischen ist, bekommt Igus in den zahlreichen Kundengesprächen mit. Niermann meint dazu: „Nicht nur, aber vor allem bei Startups, spielt die Nachhaltigkeit eine immer größere Rolle. Immer häufiger wird der CO2-Fußabdruck nachgefragt. Dafür tun wir einiges, setzen u.a. recyclte Kunststoffe ein, nutzen selbst erneuerbare Energien und experimentieren mit natürlichen Rohstoffen, wie Holz. Von Vorteil ist dabei auch, dass wir unsere Produkte nicht kleben oder nieten, sondern nur schrauben oder klicken. So lassen sie sich sehr gut auseinanderbauen, sortenrein zerlegen und recyclen.“
Außerdem fertigt Igus auch mache Produkte aus Kunststoffen, die auf Naturrohstoffen basieren. Zudem experimentieren die Spezialisten viel im hauseigenen Labor. So lassen sie dort auch Gleitlager auf Holzwellen aus Birke, Eiche und Kirsche laufen. Bei geringen Belastungen sind diese Holzachsen wirklich eine Alternative, da sie sehr geringe Reibwerte haben. „Mit der Igus Lineartechnik wollen wir beim Kunden immer die Technik verbessern und Kosten reduzieren und das einfach und schnell geliefert.“











