
Wie groß das Angebot an schmier- und wartungsfreier Lineartechnik von Igus inzwischen geworden ist, zeigt Drylin-Produktmanager Michael Hornung beim Besuch in Köln: „Mit unserer breiten Produktpalette findet quasi jeder eine Linearachse für seine spezifischen Anforderungen. Nicht nur in Bezug auf die Baugröße, auch bei der Antriebstechnologie bieten wir verschiedene Ausführungen, z.B. mit einer Spindel, einem Zahnriemen oder einer Zahnstange.“ Stefan Niermann, Leiter Drylin Linear- und Antriebstechnik der Igus GmbH, ergänzt: „Wir bieten aber nicht nur Einzelkomponenten an. Unsere Kunden können bei uns auch einbaufertige Linearmodule beziehen, auf Wunsch inklusive Motor sowie Steuerung.“
Bei allen Systemen ist die Länge des Hubs frei auswählbar und für den Antrieb der Lineareinheiten besteht die Wahl zwischen Handrädern sowie diversen Motoren und Motortypen. Der Einsatzbereich einer solchen Einheit ist breit gefächert. Mit solch einem Linearsystem lässt sich dann beispielsweise der Bewegungsspielraum eines Roboters erhöhen, indem man es als siebte Achse verwendet. Lösungen die dafür groß und kräftig genug sind, haben wir jedenfalls im Programm und bieten sie auch auf dem RBTX-Marktplatz für Low Cost Automation an.
Umfangreiche Produktpalette
Durch die jahrzehntelange Erfahrung im Kunststoffbereich ist Igus in der Lage, schmierfreie und besonders langlebige Linearachsen mit Gleitlagern aus Kunststoff anzubieten. Gleiten statt Rollen ist dabei die Devise. Durch die guten Reibwerte reduzieren sich Antriebskraft, Verschleiß und Wartungsaufwand. Die Systeme sind nicht nur sauber, sondern verfahren auch sehr leise, wodurch sie z.B. für Anwendungen als Apothekenkommissionierautomaten, Kassier- oder Wägesysteme prädestiniert sind.
Für andere Bereiche in denen Mobilität und Gewichtsersparnis die ausschlaggebenden Themen sind, hat Igus Linearachsen aus Kunststoff, Aluminium oder einer Kombination aus beiden Materialien im Programm.
Die kleinsten Linearachsen werden mit Spindeln angetrieben. Die derzeit kleinste verwendete Spindel hat lediglich einen Durchmesser von 5mm und einen Kerndurchmesser von 3mm. Durch selbsterregte Schwingungen in langen Spindeln bei hohen Drehzahlen sind die Längen der Linearachsen begrenzt, je nach Typ auf 0,5 oder 1m. Zahnriemenachsen können länger bauen – teilweise sogar bis 10m. „Im letzten Jahr haben wir zum ersten Mal die Designstudie für das Drylin Endless Gear Linearmodul (EGW) vorgestellt. Das Linearmodul mit Zahnstangenantrieb, kann Hublängen bis maximal 30m erfüllen. Der modulare Bausatz wird dabei ganz einfach vor Ort montiert“, berichtet Hornung.
Auswahl des
passenden Antriebskonzepts
Die Auswahl des jeweiligen Antriebskonzepts hängt in erster Linie von den Applikationsanforderungen ab. So erlauben Zahnriemenantriebe eine hohe Beschleunigung und Wiederholgenauigkeit. Sie eignen sich daher besonders für Pick-and-Place-Maschinen, Verpackungsanlagen und weitere Anwendungen, bei denen eine schnelle und präzise Positionierung erforderlich ist. Dem gegenüber bieten Spindelantriebe eine hohe Lastkapazität, Präzision und Kraftübertragung. Sie eignen sich daher gut für CNC-Fräsen, Laserbeschriftungsmaschinen, Werkzeugmaschinen und Formatverstellungen. Der Spindelantrieb gewährleistet eine stabile und genaue Positionierung.
Die Zahnstangenantriebe bieten hingegen eine Kombination aus hoher Geschwindigkeit, Präzision und Lastkapazität. Die direkte Kraftübertragung über Zahnstangen bietet den Zusatznutzen, dass sich mehrere Schlitten autark voneinander auf einem System bewegen lassen. Dementsprechend findet man Linearantriebe mit Zahnstange überall dort, wo eine schnelle und genaue Positionierung über größere Entfernungen erforderlich ist, wie der Materialhandhabung, Verpackung oder Automatisierung von Fertigungslinien.
Linearsystem nach Maß
Bei dem breiten Angebot ist es nicht ganz so einfach, das für seine Anwendung ideale System, z.B. in Bezug auf Baugröße, Antrieb oder Gewicht, zu finden. Hier bietet Igus verschiedene Möglichkeiten zur Unterstützung an. Man kann sich an einen Ansprechpartner im Werk in Köln oder einen Außendienstmitarbeiter wenden, der – gerne auch mit einem Musterkoffer – dabei hilft die passende Lösung zu finden. Außerdem gibt es auf der Website ein frei zugängliches Konfigurations-Tool für Antriebstechnik, bei dem man u.a. die Einbaulage, das Gewicht, Hublängen sowie die Verfahrgeschwindigkeit eingeben kann. Der Anwender erhält dann einen Vorschlag für ein System, welches die individuellen Anforderungen erfüllt – natürlich nach einer Plausibilitätsprüfung. Die Motorisierung sowie die Steuerung lassen sich optional ergänzen. Das Zubehör-Portfolio reicht von Bedienelementen, wie Positionsanzeigern und Handräder über Befestigungs- und Montagezubehör bis hin zu Elektromotoren in verschiedenen Ausführungen, den passenden Leitungen, Initiatoren und der Steuerung.











