
Die Stromverteilnetzbetreiber haben Ende Januar ihre regionalen Prognosen zur künftigen Anschlussleistung von Anlagen für Erzeugung und Verbrauch bis zum Jahr 2045 veröffentlicht. Diese sind Grundlage der Netzausbaupläne mit konkreten Maßnahmen. „Die neuen Regionalszenarien machen die Dimensionen gut sichtbar. Der Aus- und Umbau der Netze erfordert Investitionen in Milliardenhöhe. Das ist ein historisches Investitionsprogramm, für das wir auch privates Kapital gewinnen müssen“, erklärt Kerstin Andreae (Bild), Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung. Dazu brauchen wir in Deutschland eine international wettbewerbsfähige Anreizregulierung. Es muss alles getan werden, um die regulatorischen Bedingungen für diese Herkulesaufgabe zu verbessern. Nach den Verschlechterungen der Rahmenbedingen für die Netzbetreiber durch die Ergebnisse von NEST wird es jetzt umso mehr darauf ankommen, dass eine deutlich höhere Verzinsung als bisher gewährt wird. Das erwarten auch die Investoren.“
Mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien und der Elektrifizierung vieler Gesellschaftsbereiche wird eine zunehmende Anzahl an Anlagen an das Stromverteilnetz angeschlossen. Zum zweiten Mal legen die Verteilnetzbetreiber nun ihre gemeinsamen Prognosen zur Entwicklung der Anschlussleistung bis zum Jahr 2045 vor. „Die Verteilnetzbetreiber stehen angesichts des Ausbaus Erneuerbarer Energien, der Elektromobilität sowie Speichern vor einer Herkulesaufgabe“, erklärt Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung. „Die Elektrifizierung von Energie, Wärme und Mobilität hat zu einer massiven Zunahme von Netzanschlussbegehren geführt. Mit den Regionalszenarien wird diesen Anforderungen netzplanerisch entsprochen. Denn klar ist, dass langfristig nur der Netzausbau helfen kann, die Netzanschlusskapazitäten zu verbessern.“











