AC? DC? – Gemeinsam geht’s schneller

Gleichstrom-Kompetenz für RiLineX: Raphael Görner (Rittal, links) und Richard Mehl (E-T-A) auf der SPS in Nürnberg bei der Vorstellung der neuen Plattform.
Gleichstrom-Kompetenz für RiLineX: Raphael Görner (Rittal, links) und Richard Mehl (E-T-A) auf der SPS in Nürnberg bei der Vorstellung der neuen Plattform. Bild: Rittal GmbH & Co. KG

„Unsere Kunden benötigen immer mehr Tempo gleichzeitig mit hoher Flexibilität. Das ist die Gemeinsamkeit bei der Vielfalt der Anwendungen“, sagt Raphael Görner, Geschäftsbereichsleiter Energy & Power Solutions bei Rittal, „dafür müssen wir über die eigene Entwicklung hinausgehen. Für Geschwindigkeit durch Standardisierung und Innovationsvielfalt braucht es unternehmensübergreifende Zusammenarbeit.“ Daher hat Rittal die neue Plattform von Anfang an als offenes Ökosystem gedacht, bei dem Hersteller Komponenten ‚Ready for RiLineX‘ entwickeln und vertreiben können, die direkt auf das 60mm-Sammelschienensytem kontaktieren.

Zwei Partner mit unterschiedlichem Schwerpunkt sind K’electric und E-T-A. „Mit diesen Herstellern haben wir für unsere Kunden ausgewiesene Experten für Gleichstrom (DC) und Wechselstrom (AC) an Bord“, erläutert Raphael Görner. K’electric aus Bayreuth entwickelt und vertreibt Sicherungs-Lasttrennschalter, Blitz- und Überspannungsschutz sowie digitale Messtechnik, die vor allem im AC-Umfeld zum Einsatz kommt. „Dass wir zu den kleineren Anbietern zählen, machen wir bewusst zum Vorteil. Wir können eng mit unseren Kunden und Partnern zusammenarbeiten und ihre Impulse schneller in der Entwicklung umsetzen – auch für Rittal“, sagt Philipp Stöcklein, Key Account TGA & Energieversorger bei K’electric. Das Ergebnis: kompakte Bauteile für die hohen Packungsdichten moderner Anlagen, die sich mit dem neuen Kontaktdesign jetzt noch schneller auf dem Board verbauen lassen. Die Partner erwarten einen Schneeballeffekt durch hohe internationale Verbreitung von RiLineX. „Mit den Vorschlägen aus dem Eplan Data Portal und der Konfigurations-Software RiPower können Planer und Konstrukteure leichter die Vorzüge der cleveren Komponenten aus Bayreuth entdecken, obwohl sie in ihren Märkten vielleicht noch gar nicht verbreitet sind“, prognostiziert Raphael Görner.

Sicherungs- und Schutztechnik für Wechselstromanwendungen in kompakter Bauform (v.l.n.r.): Michael Sachs (K'electric), 
Ulrich Engenhardt (Rittal), Kevin Gebelein, Philipp Stöcklein (beide K'electric) und Raphael Görner (Rittal).
Sicherungs- und Schutztechnik für Wechselstromanwendungen in kompakter Bauform (v.l.n.r.): Michael Sachs (K’electric), Ulrich Engenhardt (Rittal), Kevin Gebelein, Philipp Stöcklein (beide K’electric) und Raphael Görner (Rittal).Bild: Rittal GmbH & Co. KG

Gleichstrom für die industrielle Automation der Zukunft

Gleichstrom wird nicht nur in Batteriespeichern und PV-Anlagen verteilt. Bei immer mehr Industrieanwendungen kommt der Strom schon in stabilen Gleichstromnetzen zur Maschine. Verluste durch Umwandlung entfallen, Batteriespeicher und PV-Anlagen lassen sich besser in den Energiefluss integrieren. Der Absicherungsspezialist E-T-A Elektrotechnische Apparate aus Altdorf bringt als Anbieter für Sicherungsautomaten und Überstromschutz langjährige Gleichstrom-Erfahrung in das Ökosystem: „DC-Systeme stellen andere Anforderungen an Schaltanlagen und Komponenten, etwa bei der Lichtbogenlöschung“, weiß Richard Mehl, Head of Division Communication & Systems bei E-T-A. „Gleichstrom konsequent mitzudenken und vor allem leichte Umrüstung zu ermöglichen, war uns beim Partnernetzwerk wie bei der Produktentwicklung der elektromechanischen Plattform wichtig“, betont Raphael Görner, „E-T-A bietet den Kunden auch sonst hohe technologische Flexibilität und damit Zukunftssicherheit. Je nach Anwendung schützt E-T-A die teuren Anlagen im Maschinenbau und der Prozessindustrie mit konventionellen elektromechanischen Lösungen oder smarten und selektiven Absicherungssystemen.“

Österreichs Energiesystem: fit für die Zukunft

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