Ausbauziele beibehalten, systemeffizienter ausbauen

BDEW KerstinAndreae c ThomasTrutschel Photothek BDEW.original CymDmjW 1
Bild: Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft

Der Ausbau der Erneuerbaren Energien hat in den letzten zwei Jahren spürbar an Dynamik gewonnen. Mit rund 20GW neu installierter Leistung im Jahr 2024 wurde ein Höchstwert erreicht. Erneuerbare Energien deckten im ersten Halbjahr 2025 rund 54% des Strombedarfs in Deutschland und stehen damit im Zentrum des deutschen Strommixes. Ambitionierte Ausbauziele, flankiert durch die Beschleunigung von Genehmigungsverfahren für Erneuerbare-Energien-Anlagen, haben zu dieser positiven Entwicklung beigetragen. Der Ausbau der Erneuerbaren allein reicht laut BDEW für die Energiewende aber nicht aus. Er müsse zentral in das System integriert werden und insbesondere mit den Netzen, dem Netzausbau und den Netzkapazitäten abgestimmt werden. Der erzeugte Strom müsse auch genutzt werden. „Der Ausbau der Erneuerbaren Energien ist eine Erfolgsgeschichte“, erklärt Kerstin Andreae (Bild), Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung. „Wir dürfen jetzt nicht im Tempo nachlassen, denn wir brauchen perspektivisch mehr erneuerbare Energie – für die Stromversorgung, für die Wärmeversorgung, den Verkehr und die Industrie. Der Europäische Emissionshandel I und II sowie eine Beibehaltung der Flottengrenzwerte für Pkw und Nutzfahrzeuge werden weitere Investitionen in die Elektrifizierung auszulösen und damit den Strombedarf weiter steigern. Wir müssen den weiteren Ausbau aber effizienter und systemoptimiert gestalten, denn der eigentlich erfreuliche Zuwachs stellt mit der zunehmend ungesteuerten Einspeisung eine Herausforderung für die Netzbetreiber dar.“

Die Zahlen im Einzelnen: Im Bereich der Photovoltaik wurde 2024 mit 17GW Nettozubau das EEG-Ziel für 2024 erreicht. Für das Ziel 2030 ist bis dahin jährlich ein Nettoausbau von 19GW nötig. Bei der Windenergie an Land und auf See lag der Nettozubau mit 3,3GW unter dem EEG-Ziel 2024. Für Wind an Land fehlten hier 5,5GW. Um die 2030er-Ziele zu erreichen, braucht es nun einen jährlichen Nettozubau von 12GW für Wind an Land und auf See. Seit Anfang 2024 wurden Genehmigungen für Windprojekte für rund 26GW erteilt, die Projekte werden in den kommenden Jahren umgesetzt.

Österreichs Energiesystem: fit für die Zukunft

* Pflichtfelder