Fazit: Der tatsächliche Anwendungsfall führt, wichtige Kriterien wie die Einbausituation ergänzen. Dazu kommt: Wenn Sensoren das Maschinendesign unterstützen und für den Anwendungsfall und die Schutzsituation passgenau sind, sorgen sie für produktive und damit effiziente Schutztürlösungen.
Die Verantwortlichen für die Produktionssicherheit stehen oft vor der Frage, welcher Schutz bzw. welche Sicherheitszuhaltung wirklich benötigt wird. Tatsächlich ist es der Anwendungsfall, der vorgibt, welche Schutztürart passt. Und die Norm EN/ISO14119 ‚Sicherheit von Maschinen – Verriegelungseinrichtungen in Verbindung mit trennenden Schutzeinrichtungen – Leitsätze für Gestaltung und Auswahl‘ weist hier praktisch den Weg: Sie verbindet das Thema Sicherheit eng mit den sehr vielfältigen Anwendungssituation. Ein zentraler Aspekt der Norm ist, dass sie konkrete Hilfestellung bietet, wie Manipulation vermieden werden kann. Was wir hier sehen ist jedoch, dass es bei der Umsetzung von Schutzmaßnahmen sehr wichtig ist, eine einfache Handhabung und eine unbedingte Gebrauchstauglichkeit für den Anwender in den Mittelpunkt zu stellen.
Können Sie konkrete Beispiele nennen, wie Ihre Sicherheitszuhaltungen in verschiedenen Industriezweigen eingesetzt werden?
Kurz vorweg: Bei Pilz betrachten wir Projekte oder Maschinen und Anlagen ganzheitlich. Wir unterstützen Anwender im ersten Schritt mit Dienstleistungen, die von der Risikoanalyse über das Sicherheitsdesign bis hin zur Validierung reichen. Dann, in Schritt zwei, kommen die passenden Produkte und Systeme dazu. Passende Sicherheitszuhaltungen von Pilz sind in sehr unterschiedlichen Industriezweigen zu finden: z.B. in der Stahl- und Aluminiumverarbeitung, der Robotik und in der Automobilzulieferindustrie, der Batterieproduktion oder auch an Flughäfen. Dazu werden unsere Sicherheitszuhaltungen sehr oft in der Verpackungsindustrie, aber auch in benachbarten Branchen wie der Nahrungsmittelindustrie oder bei der Konsumgüterverpackung oder auch im Bereich der Intralogistik eingesetzt. Unser Portfolio an Sicherheitszuhaltungen ist breit: Wir decken mit den Sicherheitszuhaltungen PSENslock 2, PSENmlock, PSENmlock mini aber auch PSENmgate den Personen- und den Prozessschutz ab. Damit können Anwender immer die passende Zuhaltung einsetzen.
Welche Trends sehen Sie in der Zukunft für das Sicherheitsmanagement in der Industrie, insbesondere im Bereich der Schutztürsysteme?
Die Miniaturisierung als Treiber einer nachhaltigen Industrie-Transformation ist ein wichtiger Trend, unsere jüngsten Sicherheitszuhaltungen sind deutlich kleiner als deren Vorgänger. Bis rund 50 Prozent tatsächlich. Aber dabei genauso leistungsfähig und wirtschaftlich attraktiv. Daneben ist die Connectivity ein Trendthema: Sicherheitsschalter müssen einzeln oder in Reihe geschaltet werden können und in unterschiedliche Automatisierungsarchitekturen eingebunden werden. Weiterer Trend ist die Standardisierung der Verkabelung: Sicherheitsschalter sind mit und ohne Zuhaltung über IO-Link-Safety direkt bis ins Feld integrierbar. Und damit wird auch die Diagnose der Geräte im Feld zentral und umfassend angezeigt.











