
Im Oktober 2023 wurde die Initiative ‚Gebäudeautomation. Die Branche. Der Maßstab.‘ vorgestellt. Die Kampagne unter dem Dach des VDMA soll dazu dienen, den Unternehmen der Branche bei ihren herausfordernden Aufgaben für eine nachhaltige Zukunft zur Seite zu stehen. Es soll dargestellt werden, warum die Gebäudeautomation ein zentraler Baustein für die Digitalisierung und Nachhaltigkeit ist. Herzstück ist das Branchenportal www.gebaeude-automation.com.
Der VDMA-Fachverband verweist dabei insbesondere auf das Potenzial smart automatisierter Gebäudefunktionen für die aktive Energieeffizienz. Da rund 26 Prozent der weltweiten energiebedingten CO2-Emissionen von Gebäuden verursacht werden, tragen Energieeffizienzmaßnahmen in diesem Bereich in besonderem Maße zur Erreichung der globalen Klimaschutzziele bei. Gleichzeitig erhöht eine moderne, digitalisierte Gebäudeautomation die Attraktivität eines Gebäudes für Bewohner, Betreiber und Investoren – und schafft damit einen erheblichen wirtschaftlichen Mehrwert.
Digitalisierung macht die Energiewende wirtschaftlich attraktiv
„Beim Thema Klimaschutz geht es in der öffentlichen Debatte häufig zu einseitig um die Energieerzeugung“, erklärt Markus Hettig, der als Vice President Buildings DACH bei Schneider Electric u.a. für Themen wie Gebäudeautomation und Energieeffizienz zuständig ist. „Für einen wirtschaftlich und sozial verträglichen Klimaschutz aber mindestens genauso wichtig ist die Energieeffizienz, also die Verbrauchsseite. Mit Unterstützung digitaler Technologien können wir ein Gebäude heute schon so intelligent automatisieren, dass kaum noch Energie verschwendet wird. Und das hat einen enormen ökologischen und ökonomischen Effekt.“
Für Hettig und Schneider Electric, als aktive Unterstützer der VDMA Initiative, ist daher klar, dass es im Sinne der Energiewende mehr gesellschaftliche und politische Aufmerksamkeit für Themen wie Gebäudeautomation und Energieeffizienz braucht. Denn nur, wenn die Energiewende nicht als Belastung, sondern als attraktives wirtschaftliches Projekt erkannt wird, kann sie gelingen. Das Gute: „Die Technologien für eine digitalisierte Gebäudeautomation sind alle vorhanden. Und im Gegensatz zu passiven Energieeffizienzmaßnahmen lassen sie sich auch praktisch überall sehr einfach nachrüsten“, betont Hettig. „Es geht nicht darum, alles auf den Kopf zu stellen. Es geht darum, die Dinge smarter zu machen. Und das gelingt mit der nötigen Datentransparenz sowie einem ganzheitlichen Ansatz für die bedarfsgerechte Regelung aller Abläufe und Funktionen.“
Mehr Energieeffizienz in der Smart Factory
Ganz im Sinne der VDMA Initiative für die energiesparende Gebäudeautomation ist Schneider Electric bereits seit mehreren Jahren aktiv auf dem Gebiet digitaler Energieeffizienztechnologien. Diese kommen nicht nur bei Kunden auf der ganzen Welt, sondern auch an den eigenen Standorten des Unternehmens zum Einsatz. So z.B. in der vom Weltwirtschaftsforum als ‚Sustainability Lighthouse‘ ausgezeichneten Smart Factory im französischen Le Vaudreuil. Hier wurden nicht nur die Produktionsprozesse, sondern – da rund 50 Prozent des gesamten Energieverbrauchs auf den reinen Gebäudebetrieb entfielen – auch die automatisierte Regelung der Gebäudefunktionen mithilfe von 160 Datenpunkten digital optimiert. Das Resultat: Indem der jährliche Energieverbrauch von 11.361 auf nur noch 8039 MWh gesenkt werden konnte, ließen sich die CO2-Emissionen um mehr als 30 Prozent reduzieren. Und das bei gleichzeitiger Steigerung von Ausbringungsvolumen, Flexibilität und Resilienz.











