Targets für die richtige Lage
Der Werker richtet den fahrbahren Werklicht-Projektor mithilfe von Targets am Bauteil aus. Diese Zielmarkierungen weisen einen Binärcode auf, der vom Kamerasystem erkannt wird. Drei Targets genügen, um die Lage richtig zum CAD-System auszurichten. Damit das funktioniert, bereitet ein Messtechniker die Daten vor, bevor der Werker sich dann an die Arbeit macht.
Adaptive Projektion
Ist das System ausgerichtet, wird eine sogenannte Bolzenliste importiert. In dieser sind die xyz-Koordinaten und deren dazugehörenden Richtungsvektoren hinterlegt. Diese Liste kann vollautomatisch in die hauseigene Software geladen werden. Die Projektionen auf dem Bauteil erfolgen über Fadenkreuze, welche das Zentrum der Bolzen darstellen. Diese markiert der Werker schließlich mit einem Permanentmarker oder Körner. Dabei gilt es zu beachten, dass die Projektion möglichst orthogonal zur Oberfläche erfolgt, um Parallaxe-Fehler auszuschließen. Auch bei Formfehlern gefertigter Bauteile kann dies auftreten. Um dem entgegenzuwirken, gibt es die adaptive Projektion. Hier wird die Istfläche im Bereich des zu korrigierenden Bolzens gescannt. Diese wird dann mit der Sollfläche abgeglichen und die Zentrumslage dementsprechend korrekt projiziert. Nach der ersten Einführung konnte IndiKar das neue System schnell in die Herstellungsprozesse integrieren, was auch an der geringen Schulungszeit lag. Eine Zwei-Tages-Schulung ist hier ausreichend.
Nacharbeiten entfallen
„Durch das neue Werklicht-System sparen wir uns die Produktion von zeitaufwendigen und teuren Schablonen“, sagt Sascha Dorst, technische Projektleitung bei IndiKar. „Pro Fahrzeug sind das mehrere Tausend Euro. Mit weiteren Zusatzkosten wie Lagerung oder Modifikationen zusammengerechnet, ergeben sich weitere Einsparungen und Effizienzsteigerungen.“ Zudem kann die Qualitätskontrolle nun direkt bei der Arbeit ausgeführt werden. So entfallen etwa Nacharbeiten am Lack, falls eine Tür nicht richtig zusammengefügt wurde. Zukünftig plant IndiKar, mit dem System Zeichnungsdaten direkt auf Bauteile zu übertragen und Biegelinien auf Bauteile zu projizieren.











