Erfahrene Anwender von JetSym werden sich erinnern, dass das Tool bereits über einen Emulator verfügt. Dieser diente jedoch nur zum Testen von einfachen STX-Programmen ohne Achsen. Die virtuellen Controller hingegen bieten praktisch alles, was eine reale Steuerung auch bietet: Register, Motion-Control-Befehle (MCX Motion Control Extended), Oszilloskopfunktion, sämtliche TCP/IP-basierte Kommunikation wie OPC UA (Server und Client), OS-Update, FTP, MQTT und Modbus-TCP. Die virtuelle Steuerung kann also auch mit externen Teilnehmern kommunizieren. So lässt sich etwa der Datenaustausch via OPC UA zwischen einer (virtuellen oder real vorhandenen) Drittanbieter-Steuerung als Server und einer JetControl-VM als Client oder umgekehrt testen. Solche Tests waren bislang nur mit Hardware möglich. Und dazu musste auch die richtige Ausbaustufe bzw. Variante der Steuerung zur Verfügung stehen.
Mit virtuellen Controllern besteht für den Maschinenbauer die Möglichkeit, erst dann eine Bucher-Steuerung als Hardware zu bestellen, nachdem er seine Funktionen positiv getestet hat und er genau weiß, welche Optionen er benötigt. Damit das in der virtuellen Welt so flexibel wie möglich abläuft, stellt Bucher Automation bei allen virtuellen Controllern alle Lizenzen, z.B. OPC UA oder Modbus-TCP, maximale Anzahl der Achsen, Motion-Funktionensbausteine und Motion-Bahnfunktionen zur Verfügung. Eine Lizenz für die JetControl-VM gilt für einen Controller.
Naheliegend und oft von Kunden gefragt ist die Verwendung der virtuellen Controller JetControl-VM in einem digitalen Zwilling oder zur virtuellen Inbetriebnahme. „Ja, natürlich, das ist mit einer Programmbibliothek zum Datenaustausch möglich. Unsere virtuelle Steuerung wird dann Teil des digitalen Zwillings. Aber das ist eine separate Geschichte mit einem Praxisbeispiel wert“, meint Willi Berresheim.











