
Die Krise in der Automobilindustrie sowie die Unsicherheiten in den beiden großen Abnehmermärkten USA und China belasten die Branche. Der Verbrauch von Werkzeugmaschinen ist 2024 im Hauptabnehmermarkt Europa um 18% gesunken. Dabei verloren die beiden größten Märkte Deutschland und Italien 12 bzw. 28%. China stagnierte, in den USA schrumpfte der Markt um 7%. In Deutschland ist die Produktion von Werkzeugmaschinen 2024 nach Schätzungen um 4% auf rund 14,8Mrd.€ gesunken. Ein Jahr zuvor konnte die Branche ihre Produktion in Deutschland hingegen noch um 9% auf 15,4Mrd.€ ausweiten. Ergänzend dazu wuchs der Output in den ausländischen Produktionsstätten überproportional um 13% auf 3,8Mrd.€. Er machte damit ein Viertel der globalen Maschinenproduktion deutscher Hersteller aus. Der Export sank bis Oktober 2024 um 5%. Generell soll sich das konjunkturelle Umfeld 2025 mit sinkenden Zinsen, einer Normalisierung der Inflation und einer Belebung des Privatkonsums wieder ein wenig verbessern. Der Auftragseingang ist im vergangenen Jahr deutlich gesunken, bis November um 22%. Am aktuellen Rand deutet sich allerdings eine Bodenbildung an. Das Inland verlor ein Zehntel, das Ausland hingegen mit 27% Minus fast dreimal so viel. Der Rückgang verteilt sich auf die gesamte Triade. Auch wenn sich die Nachfrage nach Werkzeugmaschinen stabilisiert und sich die Rahmenbedingungen etwas verbessern, wird die Produktion deutlich zurückgehen. Der VDW erwartet ein Minus von 10% auf dann 13,3Mrd.€. Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie sehe sich im internationalen Wettbewerb trotz der zahlreichen Herausforderungen jedoch sehr gut aufgestellt, berichtete Franz-Xaver Bernhard, Vorsitzender des VDW.











