Nachhaltiges Leitungswesen

 Neue Produktlinie SABorganic: Ökologisch nachhaltige Daten- und Steuerleitungen im CO²-reduzierten Außenmantel aus 45 Prozent 
biobasiertem Polyurethan
Neue Produktlinie SABorganic: Ökologisch nachhaltige Daten- und Steuerleitungen im CO²-reduzierten Außenmantel aus 45 Prozent biobasiertem Polyurethan – Bild: SAB Bröckskes GmbH & Co. KG

Als Entwickler und Hersteller kundenspezifischer Spezialkabel für verschiedenste Branchen von der Robotik und Industrieautomation über Baumaschinen, die Bahn-, Schiffs- und Medizintechnik bis zur Sensorik ist SAB Bröckskes weltweit in über hundert Ländern vertreten. Das Unternehmen produziert mit rund 550 Mitarbeitenden am Stammsitz Viersen kundenindividuelle Lösungen, die in Aufbau, Material, Armierung, Adernanzahl und Querschnitt exakt auf die jeweiligen Anwendungen zugeschnitten sind.

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Bild: SAB Bröckskes GmbH & Co. KG

Unternehmensziel CO²-Reduktion

Ein wichtiges Unternehmensziel von SAB besteht in einer nachhaltigen, auf CO²-Neutralität ausgerichtete Produktion. Auf diesem Weg hat der Spezialkabelhersteller bereits 2005 ein Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 und 2011 ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 eingeführt. Durch den sukzessiven Ausbau der eigenen, regenerativen Energieerzeugung wurde der Anteil an selbst erzeugtem Strom aus erneuerbaren Quellen stetig gesteigert, so dass SAB mittlerweile circa ein Viertel seines Strombedarfs aus eigenen PV-Anlagen decken kann. Darüber hinaus beteiligt sich das Unternehmen aktiv im regionalen Energieeffizienz- und Klimaschutznetzwerk und strebt eine kontinuierliche Reduzierung von Kunststoffen aus fossilen Ausgangsmaterialien an.

Leichteres Kabeldesign – kleinere Außenquerschnitte

Auch bei der Neuentwicklung von Produktlinien rücken deshalb verstärkt klimafreundliche, nachhaltige Aspekte in den Fokus. Beispielhaft dafür sind die von SAB neu eingeführten, schleppkettenfähigen Daten- und Steuerleitungen der Serie SABorganic S 1000, die auf einem rundum modifizierten Leitungsdesign basieren. Damit entspricht der Hersteller den Branchenanforderungen nach leichteren Kabeln mit kleineren Außendurchmessern. Durch verschlankte Materialstärken bei Isolierung und Ummantelung konnte das Eigengenwicht der Leitung verringert werden. Der leichtere Leitungsaufbau reduziert nicht nur den Material- und Verarbeitungsaufwand sowie die Transportkosten. Gesenkt wird auch der Energiebedarf im Schleppketteneinsatz, da weniger Antriebsleistung benötigt wird. Umfangreiche Prüfungen und mechanische Belastungstests gewährleisten, dass das neue Leitungsdesign den anspruchsvollen Einsatzbedingungen mit millionenfachen Biegewechselzyklen und engen Biegeradien sicher und dauerhaft standhält. Die für eine zu erwartende Lebensdauer von 20 Jahren ausgelegte Produktlinie erfüllt alle aktuellen Industrienormen. Zahlreiche Ausführungen wurden zudem durch werkseigene Typprüfungsreihen unter anderem auf Alterungs- und chemische Beständigkeit, Reiß- und Bruchfestigkeit sowie ihre UV-, Ozon- und Temperaturresistenz getestet.

Neues Mantelmaterial – verbesserte Ökobilanz

Entscheidenden Anteil an der verbesserten Ökobilanz der neuen Produktlinie SABorganic hat der für den Außenmantel verarbeitete neuartige Werkstoff, den der Spezialkabelhersteller energieeffizient aus kurzen, lokalen Lieferketten bezieht. Um den Verbrauch fossiler Ressourcen bei der Kunststoffherstellung zu verringern, wird das aus Polyurethan (PUR) bestehende Mantelmaterial zu 45 Prozent aus pflanzenbasiertem Öl erzeugt. Dies vermindert den CO2-Fußabdruck gegenüber vergleichbaren fossilen Produkten um durchschnittlich 25 Prozent. Durch die schon vor der Polymerisation vorgenommene Modifizierung der Ausgangsstoffe sind die Produkteigenschaften der neuen, klimaverträglicheren Leitung denen herkömmlicher SAB-Schleppkettenleitungen ebenbürtig. Auch die Verarbeitung des Materials unterscheidet sich kaum von konventionell erzeugtem Polyurethan.

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