Auftragseingänge gehen erneut zurück

Pr 2024 57 a Auftragseingang
Bild: Destatis und ZVEI-eigene Berechnungen

Die Bestellungen der deutschen Elektro- und Digitalindustrie sind im Juni 2024 erneut zurückgegangen. „Die Auftragseingänge fielen hier insgesamt um 26,3% gegenüber Vorjahr, wobei der Rückgang durch Großaufträge im Vorjahresmonat überzeichnet ist“, sagte ZVEI-Konjunkturexperte Peter Giehl. Dabei fiel das Minus bei den Inlandsorders mit 26,7% nur leicht höher aus als bei den Bestellungen ausländischer Kunden (-26%). Aus der Eurozone gingen im Juni 19,8% weniger neue Aufträge ein als im gleichen Vorjahresmonat. Die Orders aus Drittländern reduzierten sich um 28,7%. In den zusammengenommenen ersten sechs Monaten des Jahres verfehlten die Auftragseingänge ihren entsprechenden Vorjahreswert um 14,3%. Hier war der Rückgang der Bestellungen von Geschäftspartnern aus dem Inland (-17%) ausgeprägter als der aus dem Ausland (-12%). Die Orders aus dem Euroraum und aus Ländern außerhalb des gemeinsamen Währungsraums fielen zwischen Januar und Juni um 9,8 bzw. 13,2% niedriger aus als noch 2023. Die preisbereinigte Produktion elektrotechnischer und elektronischer Güter in Deutschland hat ihr Vorjahreslevel im Juni 2024 um 13,6% verfehlt. Für die ersten sechs Monate des Jahres ergibt sich damit ein Output-Rückgang um 10% gegenüber Vorjahr. Die nominalen Erlöse der heimischen Elektro- und Digitalindustrie kamen im Juni 2024 auf 19Mrd.€, womit sie um 12,1% niedriger lagen als vor einem Jahr. Der Inlandsumsatz fiel im Juni um 10,7% auf 9,1Mrd.€, der Auslandsumsatz gab um 13,3% auf 9,9Mrd.€ nach. 3,6Mrd.€ – und damit 9,9% weniger als im Vorjahr – entfielen auf das Geschäft mit Partnern aus dem Euroraum. Die Erlöse mit Drittländern summierten sich auf 6,3Mrd.€ (-15%). Verteilt hat sich der Gesamtumsatz im ersten Halbjahr mit 52,9Mrd.€ auf Erlöse mit inländischen und 57,5Mrd.€ mit ausländischen Kunden. Erstere lagen damit um 8,4% und letztere um 7,9% niedriger als im Vorjahreszeitraum.

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